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Vielleicht sind Sie jetzt versucht "aber natürlich kann ich das" zu sagen? War ich lange Zeit auch. Heute sehe ich das anders. Warum erfahren Sie in diesem Artikel.

Lassen Sie uns zunächst einmal den Begriff Multitasking näher unter die Lupe nehmen. Was sagt dieses Wort eigentlich aus? Unter Multitaksing (zu deutsch Mehrfachaufgabenperformanz) versteht man, dass zwei oder auch noch mehr Aufgaben zur gleichen Zeit ausgeführt werden. Oder auch, dass man zwischen sehr unterschiedlich gearteten Aufgaben hin und her springt. Es gibt jedoch bisher keine eindeutige allgemein gültige Definition. Wer das genauer wissen will, kann bei Wikipedia nachschlagen. 

Der Begriff war ursprünglich technisch geprägt. Ein Computer ist durchaus in der Lage, mehrere Prozesse gleich hochwertig parallel zu verarbeiten und optimale Ergebnisse zu erzielen. Was aber sagt unser Gehirn dazu?

Natürlich laufen in unserem Gehirn automatisiert viele komplexe Vorgänge gleichzeitig ab. Der Großteil erfolgt unbewusst und "störungsfrei" ab. Während Sie zum Beispiel mit dem Auge das Geschehen auf der Straße wahrnehmen, lenkt Ihre Hand das Steuer und der Fuß bedient das Gaspedal. Kein Problem für Sie, oder?

Wie sieht es aber aus, wenn wir Aufgaben ausführen, die unsere volle Aufmerksamkeit erfordern? Gelingt es Ihnen zum Beispiel mühelos einem Vortrag oder Webinar zu folgen, während Sie eine E-Mail beantworten? Wissen Sie dann noch, wo der Referent gerade steht? Oder können Sie sich an Situationen erinnern, als Sie Auto gefahren sind und sich angeregt mit Ihrem Beifahrer unterhalten haben? Mein Gehirn erinnert sich an ganze Teile der Wegstrecke nicht wirklich...

Dei Neurowissenschaft macht rasante Fortschritte. Ein Erklärungsversuch aus der Gehirnforschung für oder gegen Multitasking ist, dass verschiedene Prozesse unterschiedliche Areale unseres Gehirns nutzen. Solange für parallel ablaufende Aufgaben unterschiedliche Areale benötigt werden, ist das durchaus störungsfrei möglich. Anders sieht es aus, wenn zwei oder mehrere Vorgänge die gleichen Hirnareale beanspruchen. Jetzt wird es schwierig... Manche Menschen können das besser, manche schlechter. Und das hat absolut nichts mit Mann - Frau zu tun. Und es gibt natürliche Grenzen, die mit noch so viel Übungsaufwand auch nicht überschritten werden können. Wie gesagt, es gibt dazu unterschiedlichste Forschungen - diese Erklärung erscheint mir persönlich jedoch sehr einleuchtend.

Und das ist nur die eine Seite der Medaille. Aus meiner Sicht noch viel wichtiger ist das Thema Fokus und volle Präsenz. Es ist nachgewiesen - und ich beobachte das auch immer wieder an mir selbst - dass der Output, also das was ich effektiv schaffe, deutlich höher und qualitativ besser ist, wenn ich mich voll und ganz auf diese eine Sache konzentriere. Beispielsweise beim Schreiben dieses Blogs. Stellen Sie sich vor, ich würde nebenzu noch bei facebook mitlesen oder eine Mail beantworten. Was denken Sie, wie gut Ihnen der Artikel dann gefallen würde? Und wieviele Stunden ich damit zubrächte, damit überhaupt ein sinnvoller Satz auf dem "Papier" steht? Nicht auszudenken - der ganze Tag wäre vermutlich damit gelaufen. Und dann? Dann würde ich total frustriert und von mir selbst enttäuscht das Schreiben an den Nagel hängen...

Ich habe dazu erst kürzlich ein interessantes Buch gelesen. Die Autorin propagiert "Singeltasking". Das ist nicht neu, wir haben es nur verlernt. Fühlen Sie sich genötigt mehrere Dinge gleichzeitig zu tun?  Mal ehrlich: Wann haben Sie sich das letzte Mal voll und ganz auf nur eine Aufgabe konzentriert, Ihren "Flow" erlebt und waren dann mit dem Ergebnis rundum zufrieden? Diesen Luxus gönnen wir uns zur Zeit eher selten. Doch ist es wirklich Luxus, oder wird es in den nächsten Jahren überlebensnotwendig sein, sich wieder mehr zu fokussieren, präsenter zu sein, bessere Ergebnisse zu erreichen? Ich glaube es ist wichtig und wird ein entscheidender Erfolgsfaktor werden. Denn die Ablenkungen in der heutigen Zeit sind so groß wie nie zuvor. Beantworten Sie sich die folgenden Fragen bitte einmal ganz ehrlich:

  • Sie werden zu einem Meeting eingeladen und Ihr Kollege stellt Ihnen drei der Gäste namentlich vor. Wissen Sie nach 5 Minuten noch, wie die Drei heißen?
  • Lesen (beantworten) Sie während einer Besprechung Mails oder Nachrichten?
  • Passiert es Ihnen hin und wieder, dass Sie in Besprechungen gedanklich abschweifen und von Fragen zu Ihrer Meinung zum Thema überrascht werden? Sie haben nur dummerweise momentan keine Ahnung, worum es eben ging?
  • Schauen Sie während der Autofahrt oder an der Ampel hin und wieder aufs Handy oder das Tablet?
  • Lassen Sie sich "gerne" während einer Aufgabe ablenken (vom Kollegen, vom Telefon, von einer Mail, ...)?
  • Lesen Sie Nachrichten oder Mails am Smartphoe, während Sie laufen?
  • Müssen Sie manchmal Textpassagen ein zweites Mal lesen, weil Sie sich nicht an die Zeilen erinnern können?

Ich muss leider zugeben, dass ich bei einigen Fragen und noch bei vielen anderen mit einem "Ja" geantwortet habe. Die Verlockung oder die Not ist einfach zu groß.

Doch ich bin mir sicher, dass wir bei etwas mehr Fokus auf das, was wir tun oder auf den Menschen, der uns gegenüber sitzt/steht, in kürzerer Zeit mehr wirklich guten Output generieren und tiefere Beziehungen schaffen, als das beim Erledigen mehrerer Sachen gleichzeitig möglich ist. Erster Schritt ist das bewusst werden. Zweiter Schritt sind bewusste Entscheidungen und Planungen, worauf ich meinen Fokus lenke. Das ist aus meiner Sicht die Basis für gute Selbstorganisation. Das bedeutet aber auch, dass ich mich ernsthaft mit mir, meiner Einstellung und meinen Kunden/Kollegen/dem Chef auseinandersetzen muss. Es ist anstrengend für sich klar zu werden und diese Klarheit nach außen zu tragen. Ich glaube aber, dass das für die Arbeitswelt 4.0 ein elementarer Erfolgsfaktor sein wird. 

Probieren Sie es aus: Fokussieren Sie sich heute für eine halbe Stunde komplett auf eine Aufgabe oder einen Menschen. Legen Sie das Smartphone außer Sichtweite, schließen Sie Internet und E-Mail-Programme. Stellen Sie das Telefon auf lautlos und schließen Sie die Tür. Legen Sie alles weg, was Ihr Gehirn ablenken könnte. Und konzentrieren Sie sich auf genau eine Sache. Vielleicht fällt es Ihnen zu Beginn schwer? So ging es mir auch. Denn die Versuchung ist einfach viel zu groß. Und es ist anstrengend und erfordert Disziplin. Der Erfolg ist die Mühe jedoch Wert. Mir hilft diese Fokussierung Dinge zu erledigen, voranzukommen und dadurch viel zufriedener mit mir und meiner Leistung zu sein. Und das ist auch für mein Umfeld spürbar und zahlt direkt auf die Lebensqualität ein. Gönnen Sie sich die Erfahrung hin und wieder voll konzentriert nur bei einer Sache zu sein! 

 

 

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Profil

Mein Berufsleben in einer Konzernwelt führte mich regelmäßig zu neuen Aufgabengebieten. Die damals wohl größte Herausforderung war der eher überraschende Sprung von der Mitarbeiterin/ Kollegin zur Führungskraft. Neben dem Knowhow in Sachen Führung wird plötzlich jede Menge Handwerkszeug für den Umgang mit zwischenmenschlichen Themen gefordert, das man nicht im Studium lernt.
 
Diese Themen waren schon immer mein Steckenpferd und ich habe mich kontinuierlich weiterentwickelt. Ich habe die Veränderungskurve mit allen Höhen und Tiefen selbst durchlebt, und zugegeben, auch zwischendurch durchlitten. Doch heute blicke ich zufrieden - und auch ein bisschen stolz - auf diese Zeit zurück.
 
Denn das war der Wendepunkt, um mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und mich daran zu orientieren was ich wirklich will. Ich lade Sie ein, sich in meinem Blog inspirieren zu lassen und wünsche Ihnen viele gute Gedanken! Ihre Sandra Dundler

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